Hortensienstraße, Ecke Enzianstraße (links)


Die auf der Postkarte abgebildeten Häuser Hortensienstraße 13 und 14 wurden zwischen 1910 und 1911 nach Plänen des Architekten Ernst Friers errichtet.
An der Straße befinden sich zwei Gebäude von historischer Bedeutung, die beide mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Verbindung stehen: Das Pfarrhaus der Martin-Luther-Kirche (Hortensienstraße 18, zum Zeitpunkt der historischen Fotografie noch nicht gebaut), in dem das Büro Grüber gegründet wurde, welches evangelische Christen jüdischer Abstammung bei der Auswanderung unterstützte, und das Haus Nr. 50, das der Widerstandsgruppe Kreisacher Kreis als Treffpunkt diente.
Außerdem lebten zahlreiche historische Persönlichkeiten in der Straße, darunter der Kriegsgegner und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands Karl Liebknecht sowie die Widerstandskämpfer Peter Graf York von Wartenburg, Helmuth James Graf von Moltke und Eugen Gerstenmaier.
Die Hortensienstraße heute
Die Achse vom Gardeschützenweg über die Moltke- und, Enzianstraße bis zum Asternplatz ist das Herzstück des Blumenkiezes für fußläufige Nahversorgung und Gastronomie und zudem das verbindende Element zwischen den beiden Kiez-Teilen dies- und jenseits der Moltkebrücke. Sie bildet deshalb das Hauptaugenmerk der Bürgerinitiative Blumenkiez e.V. für die Verbesserung von Aufenthaltsqualität und Verkehrsberuhigung. Die Hortensienstraße durchschneidet diese Achse und grenzt außerdem an den Eugen-Gerstenmaier-Platz, dem historischen Vorplatz vor dem denkmalgeschützten Bahnhof. Dieser Kreuzungsbereich ist einer der lebendigsten Bereiche des Kiezes, wo sich über die Jahrzehnte immer wieder Veränderungen, insbesondere bei Einzelhandel und Gastronomie ergeben haben.